Presseartikel

Zertifizierte Botschafter für Möhnesee und Arnsberger Wald

Die zertifizierten Natur- und Landschaftsführer stehen mit ihren Urkunden vor dem Liz
20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten erfolgreich den Lehrgang zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer im Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee. Foto: Dr. Gertrud Hein/ NUA NRW

Kreis Soest (kso.2017.06.26.270.be/-rn). Um Besuchern ein vielseitiges und qualifiziertes Exkursionsprogramm anzubieten, haben die Wirtschafts- und Tourismus GmbH Möhnesee und der Naturpark Arnsberger Wald einen Lehrgang zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer gefördert. In Kooperation mit der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) erfolgte die Ausbildung in einem 80-stündigen Lehrgang im Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee (Liz).

20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Möhnesee, Soest, Warstein, Erwitte, Welver, Lippstadt, Wickede (Ruhr), Rüthen, Geseke, Arnsberg, Lippetal, Bad Sassendorf und Dortmund absolvierten die Qualifizierung erfolgreich. "Zukünftig wird mit Hilfe dieser Botschafter für Möhnesee und den Arnsberger Wald das Jahresprogramm des Liz sowie das Programm des Naturparks Arnsberger Wald um erlebnisorientierte Exkursionen erweitert, um die Schönheit der Landschaft und den Wert der Natur greifbar zu machen", kündigt Dr. Jürgen Wutschka, Verbandsvorsteher des Naturparks Arnsberger Wald, an. Ziel sei es, das Bewusstsein für die Heimat und die Region zu stärken sowie ökologische, soziale, kulturelle und ökonomische Aspekte zu verdeutlichen.

Die Kursleiterinnen Dr. Gertrud Hein (NUA) und Kerstin Heim-Zülsdorf (Liz) vermittelten einen umfangreichen Unterrichtsstoff. Themen waren naturkundliche Grundlagen der Region (Pflanzen und Tiere im Naturpark, Entstehungsgeschichte der Region), Mensch, Kultur und Landschaft (Besiedlungsstrukturen, Grundlagen des Naturschutzes), Kommunikation und Führungsdidaktik sowie Recht und Marketing. Die Inhalte wurden in Gruppen- und Projektarbeit, bei Exkursionen sowie durch Vorträge aufgearbeitet.

Es waren sowohl eine schriftliche als auch eine praktische Prüfung abzulegen. Dabei wurden das notwendige breite Hintergrundwissen abgefragt sowie die Fähigkeit, regionale und überregionale Zusammenhänge zu erstellen, getestet. Auch die didaktischen Fertigkeiten wie das aktive Einbeziehen der Gäste in die Vermittlung von Informationen waren prüfungsrelevant. Die frischgebackenen Inhaberinnen und Inhaber des Zertifikats müssen jährlich eine Fortbildung bei einer Einrichtung des bundesweiten Arbeitskreises der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU) oder einer autorisierten Partnerorganisation besuchen.

Infos garnieren Fernblick vom Möhnesee-Turm

Das Foto zeigt eine der 13 Infotafeln, die jetzt auf der obersten Plattform des Möhnesee-Turms die Wanderfreunde über die Sehenswürdigkeiten der Region informieren. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Das Foto zeigt eine der 13 Infotafeln, die jetzt auf der obersten Plattform des Möhnesee-Turms die Wanderfreunde über die Sehenswürdigkeiten der Region informieren. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Kreis Soest (kso.2017.06.23.273.mc). Wanderer erhalten ab sofort in kompakter Form Informationen über die Region und markante Gebäude, wenn sie den Möhnesee-Turm am Südufer des Möhnesees besteigen. Infotafeln  wurden in die jeweilige Blickrichtung der sehenswerten Punkte montiert, die man in der Ferne sieht. Für die Herstellung der 13 etwa DIN-A-4 großen Schilder aus einem Edelstahlblech kooperierte der Naturpark Arnsberger Wald mit der Werkstatt für Behinderte Lippstadt (WFB)- Zweigstelle Belecke.

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Dr. Jürgen Wutschka, Verbandsvorsteher Naturpark Arnsberger Wald, Hans Dicke, Bürgermeister der Gemeinde Möhnesee, Sebastian Hecker, Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt Belecke, Donat Ahle, Abteilungsleiter der Metall- und Laserabteilung, Marcel Süß, Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt Belecke, Ferdinand Giese, Geschäftsführer der Werkstatt für Behinderte Lippstadt GmbH und Barbara Eickhoff, Projektleiterin Naturpark Arnsberger Wald (v. l.) freuten sich über die jetzt auf der obersten Plattform des Möhneseeturms angebrachten neuen Infotafeln. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Dr. Jürgen Wutschka, Verbandsvorsteher Naturpark Arnsberger Wald, Hans Dicke, Bürgermeister der Gemeinde Möhnesee, Sebastian Hecker, Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt Belecke, Donat Ahle, Abteilungsleiter der Metall- und Laserabteilung, Marcel Süß, Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt Belecke, Ferdinand Giese, Geschäftsführer der Werkstatt für Behinderte Lippstadt GmbH und Barbara Eickhoff, Projektleiterin Naturpark Arnsberger Wald (v. l.) freuten sich über die jetzt auf der obersten Plattform des Möhneseeturms angebrachten neuen Infotafeln. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

"Es gab ein großes Bedürfnis auf dem Möhnesee-Turm, Informationen über die heimische Region für  Wanderer bereitzustellen, um den Tourismus einen weiteren Schritt qualitativ zu verbessern", schilderte Hans Dicke, Bürgermeister der Gemeinde Möhnesee. Dr. Jürgen Wutschka, Verbandsvorsteher des Naturparks Arnsberger Wald, ergänzte: "Wir wollten einen Informationsgewinn für alle Wanderfreunde bieten und konnten das durch die Kooperation mit der WFB mit diesen gelaserten Infotafeln sehr gut umsetzen." Ferdinand Giese, Geschäftsführer der WFB, zeigte sich ebenfalls erfreut über das fertige Produkt: "Wir zeigen hiermit, was unsere behinderten Mitarbeiter qualitativ leisten können und würden uns über weitere gemeinsame Projekte mit dem Naturpark Arnsberger Wald beziehungsweise dem Kreis Soest freuen."

Sebastian Hecker und Marcel Süß, Mitarbeiter der WFB, haben die Tafeln gefertigt. Unterstützt wurden sie von Donat Ahle, Abteilungsleiter der Metall- und Laserabteilung in Belecke. Das Auftragen der Grafiken und der Texte per Laserstrahl dauerte pro Tafel rund 45 Minuten. Mit Hilfe eines intensiven Laserstrahls wurden die Edelstahlbleche wasser- und wischfest beschriftet. Eine Schlosserei hat die Tafeln jetzt auf der obersten Plattform in 39 Meter Höhe am Möhnesee-Turm angebracht.

Laserstrahl brennt Infos in Edelstahl

fertig gelaserte Tafel
Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Kreis Soest (kso.2017.05.10.200.tw). Die Werkstatt für Behinderte Lippstadt, Zweigstelle Belecke, fertigt zurzeit 13 Infotafeln für den Naturpark Arnsberger Wald an. Die etwa DIN-A-4 großen Tafeln aus gebürstetem Edelstahlblech sollen bis Ende Mai auf der obersten Plattform des Möhnesee-Turms angebracht werden und bieten in kompakter Form Informationen über die Region und markante Gebäude in der jeweiligen Blickrichtung. Die Werkstatt hatte bereits die Infotafeln gelasert, die die Besucher des Lörmecketurms informieren.

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drei Menschen stehen und halten eine fertige Tafel in der Hand
Michael Matysiak (l.), Geschäftsführer des Naturparks Arnsberger Wald, nahm jetzt aus den Händen von Sebastian Hecker (Mitte) und Donat Ahle, Abteilungsleiter Metall- und Laserabteilung der Behindertenwerkstatt in Warstein-Belecke die erste gelaserte Infotafel für die oberste Plattform des Möhnesee-Turms entgegen. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Die Fertigung liegt in den Händen von Sebastian Hecker. Unterstützt wird er dabei von Donat Ahle, Abteilungsleiter der Metall- und Laserabteilung. Das Auftragen der Grafiken und der Texte per Laserstrahl dauert pro Tafel rund 45 Minuten. Mit Hilfe eines intensiven Laserstrahls wird das Objekt wasser- und wischfest beschriftet. "Nach den guten Erfahrungen mit den Infotafeln auf dem Lörmecketurm bin ich froh, dass die Werkstatt für Behinderte in Belecke auch für den Möhneseeturm dauerhafte Infotafeln anfertigt", freut sich Michael Matysiak, Geschäftsführer des Naturparks Arnsberger Wald, über die erneute Zusammenarbeit. Die Infotafeln sollen noch bis Ende Mai auf der obersten Plattform des Möhneseeturms angebracht werden.

Erste „Naturpark-Schule“ im Kreis Soest

Der Rüthener Bürgermeister (P.Weiken), der Verbandsvorsteher des Naturparks (Dr. J. Wutschka) und die Konrektorin (Falkenstein) unterzeichnen den Kooperationsvertrag
Foto: T. Weinstock/Kreis Soest

Pressemeldung vom 24.03.2017

Kreis Soest (kso.2017.03.24.133.tw). Der Nikolaus-Grundschule in Rüthen ist am Freitag, 24. März 2017, als erste Schule im Kreis Soest der Titel "Naturpark-Schule" verliehen worden. Während einer Feierstunde unterzeichneten Dr. Jürgen Wutschka, Verbandsvorsteher des Naturparks Arnsberger Wald, Peter Weiken, Bürgermeister der Stadt Rüthen, und Konrektorin Astrid Falkenstein eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Die Schule erhielt eine Plakette für das Schulgebäude und eine Urkunde für die Wände im Schulhaus.

Der Naturpark Arnsberger Wald beteiligt sich gemeinsam mit der Nikolausschule Rüthen am Projekt "Netzwerk Naturpark-Schule" des Verbandes Deutscher Naturparke. "Ziel des Projektes ist es, den Schülerinnen und Schülern vielfältige Naturpark-Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft durch regelmäßige Exkursionen und Projekttage nahezubringen", erläuterte Verbandsvorsteher Dr. Jürgen Wutschka. "Es gilt schon früh neue Erfahrungen im direkten Lebensumfeld zu kreieren und für die Besonderheiten unserer Heimatregion zu sensibilisieren, sodass ein solides Fundament für späteres nachhaltiges Handeln mit der Umwelt gebaut wird."

Die geographische Lage der Stadt Rüthen im Nordosten des Naturparks Arnsberger Wald bietet leichten Zugang zu abwechslungsreichen Lehr- und Erfahrungsorten. Um das natur- und umweltbezogene Wissen zu erweitern, nimmt das Lehrpersonal an regelmäßigen Fortbildungen teil. Darüber hinaus werden bei der praktischen Vermittlung der Themen außerschulische Kooperationspartner wie Landwirte, Ranger und Stadtführer einbezogen. Die Auszeichnung zur Naturpark-Schule ist zunächst für fünf Jahre vergeben und die gemeinsam entwickelten Lehr- und Lernziele gelten verbindlich für die Jahrgangstufen eins bis vier.

Kinder halten die Plakette mit der Aufschrift "Naturpark-Schule"
Foto: T. Weinstock/Kreis Soest

Zeugen der Verleihung waren nicht nur Schülerinnen und Schüler der Schule sondern auch stellvertretender Landrat Wilhelm Börskens sowie Rüthens Bürgermeister Peter Weiken. In seiner Ansprache freute er sich über den Aufbau einer festen, dauerhaften Kooperation zwischen dem Naturpark Arnsberger Wald und der Nikolaus-Grundschule unter Einbeziehung des Schulträgers, der Stadt Rüthen.

Die Nikolaus-Grundschule hat sich vom Verband Deutscher Naturparke, in dem der Naturpark Arnsberger Wald Mitglied ist, zertifizieren lassen und verschiedene Kriterien erfüllt. Unter anderem liegt sie im Naturpark und hat die Ziele und Aufgaben von Naturparks im Schulprogramm verankert. Kenntnisse über Natur und Landschaft sowie die Geschichte und die Kultur der Naturparkregion werden fortan im Unterricht vermittelt. Zudem verpflichtet sich die Nikolaus-Grundschule, dass jede Klasse mindestens einmal im Schuljahr das Thema Naturpark im Unterricht und darüber hinaus behandelt, beispielsweise in Projekttagen und bei Exkursionen. Dabei geht es um die Arbeit und die Bedeutung des Naturparks, typische Lebensräume und die dort vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sowie heimatkundliche Aspekte. Der Naturpark Arnsberger Wald stellt dafür auch Texte, Bild- und Lernmaterialien sowie Unterrichtsbeispiele zur Verfügung und unterstützt bei Exkursionen und Projekttagen.

An der Grundschule lernen derzeit 282 Jungen und Mädchen. Die Vorteile für die Grundschule als zertifizierte Naturpark-Schule liegen auf der Hand. "Die Kooperation zwischen Naturpark und Schule bereichert den Unterricht, besonders durch außerschulische Aktivitäten, betonte Konrektorin Astrid Falkenstein. "Der Schutz unserer Natur, Kultur und Umwelt ist ein ganz wichtiges Thema unserer Zeit - vielleicht sogar das Wichtigste. Unsere Unterrichtsprojekte sollen dazu beitragen, dass an unserer Schule - frei nach Albert Einstein - Lernen Erleben ist. Denn: Alles andere ist Information." Zudem ist die Schule Bestandteil eines bundesweiten Netzwerkes, das 2012 der Verband Deutscher Naturparke mit Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung mit 14 Modell-Schulen startete. Inzwischen gibt es rund 40 Naturpark-Schulen in Deutschland. Weitere befinden sich in der Zertifizierungsphase.