Aktuell: Bewerbung zum Qualitätsnaturpark

Fünf Jahre sind vergangen, seitdem der Naturpark Arnsberger Wald zum Qualitätsnaturpark ausgezeichnet wurde. Um diesen Titel halten zu können, hat sich der Naturpark an der dritten Phase der "Qualitätsoffensive Naturparke" beworben.

Logo Qualitätsnaturpark

Die Qualitätsoffensive ist ein Instrument des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN), um Naturparke in ihrer Arbeit zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Qualität der bisherigen Naturparkarbeit und deren Veränderung in bestimmten Zeitabschnitten "messbar" zu machen und damit die Akzeptanz und den Stellenwert in der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu erhöhen.

Knapp 100 Fragen warten nun darauf beantwortet zu werden. Der Kriterienkatalog umfasst die fünf relevanten Handlungsfelder eines Naturparks:

  • Management und Organisation
  • Natur und Landschaft
  • Tourismus und Erholung
  • Kommunikation und Bildung
  • Nachhaltige Regionalentwicklung

Um die Auszeichnung halten zu können, muss der der Naturpark mindestens 250 von 500 möglichen Punkten sammeln.

„Wagen wir, die Dinge zu sehen, wie sie sind.“

So zitiert der VDN Albert Schweizer auf dem Cover des Kriterienkatalogs. Und damit es keine Beschönigungen gibt, bekommt der Naturpark Arnsberger Wald, wie jeder andere Naturpark auch, einen sogenannten Qualitäts-Scout an die Seite. Dieser wird bei einem Beratungsgespräch vor Ort Stärken und Schwächen sowie mögliche Maßnahmen zur Qualitätssteigerung auf Basis des ausgefüllten Fragebogens erörtern.

Bei der letzten Auszeichnung zum Qualitätsnaturpark erreichte der Naturpark Arnsberger Wald 339,5 Punkte. Auch in diesem Jahr wird ein gleiches oder gar besseres Ergebnis angestrebt. Besonders gelobt wurde die Qualität der Einrichtungen, die Gestaltung von Plätzen, Sitzgruppen und Erläuterungstafeln. Gerade der 35m hohe Lörmecke-Turm fand Begeisterung.

Umweltbildungsmaßnahmen verstärken

Zwie Jugendliche im Liz an einer interaktiven Station
Foto: Liz

Das Naturpark-Team hat die vergangenen fünf Jahre nicht nur für den Erhalt und Verbesserung der Qualität sowie der Errichtung neuer Highlights wie den Möhnesee-Turm genutzt, sondern auch um angemerkte Schwächen auszubessern. Bei der vergangenen Zertifizierung wurde empfohlen, dass die Umweltbildungsmaßnahmen verstärkt werden sollten. Neben dem Landschaftsinformationszentrum Liz in Günne und einer engen Zusammenarbeit mit den Rangern des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, kann der Naturpark nun stolzer Partner der ersten Naturparkschule in Rüthen sein. Des Weiteren werden zurzeit Naturparkführer ausgebildet.