Meldung vom 31.01.2018 Waldbetretungsverbot verlängert Keine Entwarnung nach Sturmschäden durch Orkantief „Friederike“

zerfahrener Wanderweg
Durch Aufräumarbeiten beeinträchtigter Wanderweg. (Foto: Naturpark Arnsberger Wald)
Kreis Soest (kso.2018.01.31.045.-rn). Nach den Sturmschäden durch das Orkantief "Friederike" in den Wäldern im Kreis Soest kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Das in Rüthen ansässige Regionalforstamt Soest-Sauerland des Landesbetriebs Wald und Holz NRW hat per Ordnungsbehördlicher Verordnung vom 30. Januar das Waldbetretungsverbot bis Ende Februar verlängert. Auch Jens Hoheisel, Geschäftsführer des Naturparks Arnsberger Wald warnt davor, sich wegen erster Aufräumarbeiten in Sicherheit zu wiegen. "An vielen Stellen ist gesägt und gearbeitet worden. An den Wegen liegt sogar schon Holz zum Abtransport bereit. Aber die Gefahr durch abgebrochen Baumkronen und Äste, die jederzeit herabfallen können, ist noch nicht gebannt", betont Hoheisel. Zuerst seien Transportwege wieder frei gemacht worden, um betroffene Gebiete erreichen zu können. "Die durch Friederike verursachten Schäden sind groß. Es braucht noch Zeit, auch die Sicherheit der Besucher wieder gewährleisten zu können", warnt er dringend davor, Wälder zu betreten oder gar tiefer in den Forst zu gehen. "Unsere Ranger haben erst begonnen, die Wanderwege wieder begehbar zu machen und Wegezeichen zu ergänzen. Außerdem sind viele Wanderwege wegen des anhaltenden Regen aufgeweicht und von den Forstmaschinen aufgewühlt. Bis ein erholsames Wandern wieder möglich ist, wird es noch einige Zeit dauern." Die Verordnung des Regionalforstamts Soest-Sauerland und damit das Waldbetretungsverbot gilt für alle Waldflächen im Gebiet des Kreises Soest. Nur die direkte Zuwegung vom Parkplatz zum Lörmecketurm in Warstein ist nicht betroffen.

Qualitätsarbeit im Naturpark Arnsberger Wald

Naturparkmanager halten Urkunden mit der Aufschrift "Qualitätsnaturpark"
Foto: VDN

Zusammen mit 22 anderen Naturparken wurde der Naturpark Arnsberger Wald am Eröffnungsabend des Deutschen Naturpark-Tages 2017 im Rahmen der "Qualitätsoffensive Naturparke" des VDN ausgezeichnet. 

Der diesjährige Deutsche Naturpark-Tag fand aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Naturparks Hoher Fläming in Bad Belzig statt. Vom 21. bis 23. September 2017 trafen sich hier rund 100 Vertreter aus 47 deutschen Naturparken, um über aktuelle und geplante Naturpark-Projekte zu berichten und durch Informationen, Ideen und den Erfahrungsaustausch mit den Verantwortlichen in den Naturparken ihre Projekte weiter zu entwickeln und auszubauen.

Die Qualitätsoffensive

Logo Qualitätsnaturpark

Nach der Begrüßung durch Jörg Vogelsänger, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg,  Christian Stein und dem Präsidenten des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN), Dr. Michael Arndt, wurden 23 Naturparke im Rahmen der "Qualitätsoffensive Naturparke" des VDN ausgezeichnet. Davon 19 Naturparke als "Qualitäts-Naturpark" und 4 als "Partner Qualitätsoffensive Naturparke". Die "Qualitätsoffensive Naturparke" ist für die Naturparke ein Instrument zur Selbsteinschätzung und kontinuierlichen Verbesserung der Qualität ihrer Arbeit und ihrer Angebote. Die Teilnahme an der Qualitätsoffensive ist freiwillig und macht die Leistungen der Naturparke für Naturschutz, nachhaltigen Tourismus und Erholung, Umweltbildung und nachhaltige Regionalentwicklung deutlich. Ein "Qualitäts-Scout" bereist jeden teilnehmenden Naturpark, um ihn zu überprüfen und zu beraten. Durch das Wissen und die Erfahrung der Qualitäts-Scouts ist es möglich, die Stärken und Schwächen jedes teilnehmenden Naturparks umfassend zu analysieren und ihm konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung seiner Arbeit an die Hand zu geben.